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BFH Urteil v. - X R 29/20

Gesetze: EStG § 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa Satz 3, 5; AO § 157 Abs. 2; AO § 179 Abs. 1; AO § 182 Abs. 1 Satz 1;

Jahr des Rentenbeginns bei aufgeschobener Altersrente

Leitsatz

1. Das —für die Höhe des Besteuerungsanteils maßgebliche— „Jahr des Rentenbeginns“ (§ 22 Nr. 1 Satz 3 Buchst. a Doppelbuchst. aa Satz 3 EStG) ist das Jahr, in dem der Rentenanspruch entstanden ist, also seine Voraussetzungen erfüllt sind.

2. Wird der Beginn des Renteneintritts auf Antrag des Rentenberechtigten zur Erlangung eines höheren Rentenanspruchs über das Erreichen der Regelaltersgrenze hinaus aufgeschoben, ist der Zeitpunkt maßgeblich, den der Rentenberechtigte in Übereinstimmung mit den entsprechenden Rechtsgrundlagen des für ihn geltenden Versorgungssystems als Beginn seiner aufgeschobenen Altersrente bestimmt.

3. Der erstmals für das Jahr, das dem Jahr des Rentenbeginns folgt, zu ermittelnde steuerfreie Teilbetrag der Rente hat für Folgejahre keine Bindungswirkung. Ein eventueller Fehler, der dem FA in einem bestandskräftig veranlagten Vorjahr bei der Ermittlung des steuerfreien Rententeilbetrags unterlaufen ist, ist daher nicht in die Folgejahre zu übernehmen.

Tatbestand

Diese Entscheidung steht in Bezug zu

ECLI Nummer:
ECLI:DE:BFH:2022:U.310822.XR29.20.0

Fundstelle(n):
BFH/NV 2023 S. 180 Nr. 2
BFH/PR 2023 S. 75 Nr. 3
BFH/PR 2023 S. 75 Nr. 3
DStR 2022 S. 2477 Nr. 48
DStRE 2022 S. 1528 Nr. 24
GStB 2023 S. 14 Nr. 4
NJW 2022 S. 3734 Nr. 51
StuB-Bilanzreport Nr. 1/2023 S. 53
StuB-Bilanzreport Nr. 1/2023 S. 53
XAAAJ-27778

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