Zur Abziehbarkeit von Beiträgen zu einer freiwilligen privaten Pflegezusatzversicherung als Sonderausgaben
Leitsatz
1. Der Sonderausgabenabzug von Beiträgen für eine freiwillige private Pflegezusatzversicherung, die der (teilweisen) Absicherung von nicht durch die Pflege-Pflichtversicherung gedeckten Kosten wegen dauernder Pflegebedürftigkeit dient, ist verfassungsrechtlich nicht geboten, da der Gesetzgeber sich bewusst für ein Teilleistungssystem entschieden hat.
2. Das Prinzip der Steuerfreiheit des Existenzminimums erfordert lediglich, dass der Staat diejenigen Beiträge für Pflegeversicherungen steuerlich freistellen muss, die der Gesetzgeber als verpflichtende Vorsorge ansieht und die nicht über das sozialhilferechtliche Niveau hinausgehen.
Fundstelle(n): BStBl 2025 II Seite 919 BB 2025 S. 2518 Nr. 44 BB 2025 S. 2912 Nr. 50 BFH/NV 2025 S. 1657 Nr. 12 DStR-Aktuell 2025 S. 9 Nr. 43 EStB 2025 S. 406 Nr. 11 EStB 2025 S. 406 Nr. 11 NJW 2025 S. 3738 Nr. 51 NJW 2025 S. 3744 Nr. 51 StuB-Bilanzreport Nr. 21/2025 S. 835 StuB-Bilanzreport Nr. 21/2025 S. 835 wistra 2025 S. 5 Nr. 12 PAAAK-02467