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BGH Urteil v. - V ZR 15/24

Gesetze: § 242 BGB, § 1 Abs 3 ErbbauV, § 767 Abs 1 ZPO, § 794 Abs 1 Nr 5 ZPO, § 795 Abs 1 ZPO

Zulässigkeit der Bestellung eines sog. Nachbarerbbaurechts

Leitsatz

1. Ein Erbbaurecht kann für ein bestehendes oder noch zu errichtendes einheitliches Gebäude bestellt werden, das sich auf benachbarte Grundstücke erstreckt (sog. Nachbarerbbaurecht); § 1 Abs. 3 ErbbauRG steht dem nicht entgegen (insoweit Aufgabe von Senat, Urteil vom - V ZR 160/71, WM 1973, 999; Urteil vom - V ZR 195/15, NJW-RR 2016, 1489).

2. Den Parteien eines Vertrages, der auf die Bestellung eines gegen den sachenrechtlichen Typenzwang verstoßenden dinglichen Rechts gerichtet ist, ist es grundsätzlich nicht nach Treu und Glauben verwehrt, sich auf die aus der Nichtigkeit des Rechts und der anfänglichen Unmöglichkeit der Leistung ergebenden Rechtsfolgen zu berufen.

Tatbestand

ECLI Nummer:
ECLI:DE:BGH:2025:191225UVZR15.24.0

Fundstelle(n):
KAAAK-07369

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