Zur Besteuerung der laufenden Einnahmen aus einer Mitarbeiterbeteiligung
Leitsatz
1. Ein Fall von geringer Bedeutung im Sinne des § 180 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 der Abgabenordnung kann offensichtlich vorliegen, wenn das Finanzamt in der mündlichen Verhandlung ausdrücklich erklärt, dass es im Streitfall eine atypisch stille Beteiligung ausschließe und ein Feststellungsverfahren unter den gegebenen Umständen nicht für erforderlich halte.
2. Laufende Vergütungen aus einer typisch stillen Beteiligung des Arbeitnehmers am Arbeitgeber-Unternehmen, die auf diesem Sonderrechtsverhältnis beruhen, unterliegen, wenn die tatbestandlichen Voraussetzungen des § 20 Abs. 1 Nr. 4 des Einkommensteuergesetzes erfüllt sind, ausschließlich der Besteuerung nach dieser Vorschrift.
Fundstelle(n): Nr. 12/2026 S. 710 BB 2026 S. 214 Nr. 5 BFH/NV 2026 S. 349 Nr. 3 BFH/PR 2026 S. 111 Nr. 4 BFH/PR 2026 S. 112 Nr. 4 GmbH-StB 2026 S. 68 Nr. 3 GmbH-StB 2026 S. 69 Nr. 3 NJW 2026 S. 10 Nr. 7 NWB-Eilnachricht Nr. 6/2026 S. 313 NWB-Eilnachricht Nr. 6/2026 S. 314 StuB-Bilanzreport Nr. 3/2026 S. 122 StuB-Bilanzreport Nr. 3/2026 S. 122 YAAAK-08692