Zur teilentgeltlichen Übertragung betrieblicher Einzelwirtschaftsgüter im Anwendungsbereich des § 6 Abs. 5 Satz 3 Nr. 2 EStG - Anwendung der sogenannten modifizierten Trennungstheorie
Leitsatz
1. Bei der teilentgeltlichen Übertragung betrieblicher Einzelwirtschaftsgüter im Anwendungsbereich des § 6 Abs. 5 Satz 3 Nr. 2 des Einkommensteuergesetzes (EStG) ist der Gewinn nicht nach der sogenannten strengen Trennungstheorie, sondern nach der sogenannten modifizierten Trennungstheorie mit anteiliger Zuordnung des Buchwerts bis zur Höhe des Teilentgelts zu ermitteln.
2. Ausschlaggebend hierfür ist der Sinn und Zweck des § 6 Abs. 5 Satz 3 EStG, Umstrukturierungen bei Mitunternehmerschaften im Anwendungsbereich dieser Norm unter Übertragung von Einzelwirtschaftsgütern zu ermöglichen, ohne dass eine Ertragsteuerbelastung ausgelöst wird.
Tatbestand
ECLI Nummer: ECLI:DE:BFH:2025:U.111225.IVR17.23.0
Fundstelle(n): Nr. 12/2026 S. 696 Nr. 12/2026 S. 697 BFH/NV 2026 S. 517 Nr. 4 DStR 2026 S. 395 Nr. 8 DStR 2026 S. 403 Nr. 8 EStB 2026 S. 78 Nr. 3 EStB 2026 S. 79 Nr. 3 KoR 2026 S. 139 Nr. 3 NWB-Eilnachricht Nr. 9/2026 S. 529 NWB-Eilnachricht Nr. 9/2026 S. 531 StuB-Bilanzreport Nr. 5/2026 S. 210 StuB-Bilanzreport Nr. 5/2026 S. 210 JAAAK-10423