VGA bei unentgeltlicher Übertragung von WG einer GmbH auf
eine KG
Leitsatz
1. Aufwendungen für die
Instandsetzung eines Gebäudes, die weder der Herstellung der
Betriebsbereitschaft noch der Erweiterung oder der wesentlichen Verbesserung
des Gebäudes dienen, sind für Veranlagungszeiträume bis 2003
nicht allein wegen ihrer zeitlichen Nähe zum Anschaffungsvorgang
aktivierungspflichtig (Anschluss an
,
BFHE 198,
74,
BStBl II 2003, 569, und
IX R 52/00,
BFHE 198,
85,
BStBl II 2003, 574).
2. Bringt eine GmbH ihr Unternehmen
unentgeltlich in eine KG ein, an deren Vermögen ausschließlich der
beherrschende Gesellschafter der GmbH beteiligt ist, so liegt eine vGA in
Höhe des fremdüblichen Entgelts für das eingebrachte Unternehmen
vor.
3. Wird der Wert des von der GmbH
übertragenen Unternehmens dadurch gemindert, dass die GmbH ihrem
Gesellschafter eine überhöhte Vergütung zugesagt hat, so ist bei
der Berechnung der vGA nicht der geminderte Unternehmenswert anzusetzen.
Maßgeblich ist vielmehr derjenige Wert, der sich bei einer Vereinbarung
angemessener Bezüge
ergäbe.
Diese Entscheidung steht in Bezug zu
Fundstelle(n): BStBl 2005 II Seite 867 BB 2005 S. 1438 Nr. 26 BB 2005 S. 88 Nr. 2 BFH/NV 2005 S. 298 BFH/NV 2005 S. 298 Nr. 2 BStBl II 2005 S. 867 Nr. 20 DB 2005 S. 80 Nr. 2 DB 2007 S. 16 Nr. 27 DStRE 2005 S. 131 Nr. 3 FR 2005 S. 300 Nr. 6 HFR 2005 S. 431 INF 2005 S. 88 Nr. 3 KÖSDI 2005 S. 14471 Nr. 1 NWB-Eilnachricht Nr. 43/2006 S. 3631 StB 2005 S. 42 Nr. 2 EAAAB-41207