1. Die Einkunftserzielungsabsicht kann auch bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit fehlen, so dass von einer einkommensteuerrechtlich unbeachtlichen Liebhaberei auszugehen ist.
2. Beurteilungseinheit für die Überschusserzielungsabsicht bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit ist das einzelne Dienstverhältnis. Fiktive weitere Einkünfte aus anderen Beschäftigungsverhältnissen, die sich im Anschluss an das jeweilige Dienstverhältnis ergeben könnten, sind für die Totalüberschussprognose nicht zu berücksichtigen.
3. In die Totalüberschussprognose ist das zu erwartende Ruhegehalt des Steuerpflichtigen und eine etwaige Hinterbliebenenversorgung seines Ehegatten mit den nach der aktuellen Sterbetafel des Statistischen Bundesamts zu bestimmenden und nicht abzuzinsenden Verkehrswerten einer lebenslänglichen Leistung einzubeziehen.
Diese Entscheidung steht in Bezug zu
Fundstelle(n): BStBl 2009 II Seite 243 BFH/NV 2009 S. 261 Nr. 2 BFH/PR 2009 S. 121 Nr. 4 DB 2009 S. 321 Nr. 7 DStRE 2009 S. 257 Nr. 5 DStZ 2009 S. 63 Nr. 3 EStB 2009 S. 10 Nr. 1 GStB 2009 S. 9 Nr. 3 HFR 2009 S. 125 Nr. 2 KÖSDI 2009 S. 16319 Nr. 1 NJW 2009 S. 701 Nr. 10 NWB-Eilnachricht Nr. 1/2009 S. 13 SJ 2009 S. 8 Nr. 1 StB 2009 S. 2 Nr. 1 StBW 2009 S. 3 Nr. 1 StuB-Bilanzreport Nr. 1/2009 S. 36 QAAAD-01361