Versagung der Entfernungspauschale für Familienheimflüge ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden
Leitsatz
1. Der Umstand, dass der Gesetzgeber Flugstrecken nicht in die Entfernungspauschale einbezogen hat, begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken.
2. Mit dem Abzug der tatsächlichen Flugkosten wahrt der Gesetzgeber das objektive Nettoprinzip in besonderer Weise und trägt folgerichtig dem Gebot der Besteuerung nach der finanziellen Leistungsfähigkeit Rechnung.
3. Soweit die Entfernungspauschale als entfernungsabhängige Subvention und damit als Lenkungsnorm wirkt, ist es gleichheitsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn der Gesetzgeber aus verkehrs- und umweltpolitischen Motiven Flugstrecken nicht in die Entfernungspauschale einbezogen hat.
4. Mit dem Abzug der tatsächlichen Flugkosten gemäß § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 Satz 5 i.V.m. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 3 EStG verstößt der Gesetzgeber nicht wegen eines normativen Vollzugsdefizits gegen den allgemeinen Gleichheitssatz.
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Fundstelle(n): BStBl 2009 II Seite 724 BB 2009 S. 1443 Nr. 27 BBK-Kurznachricht Nr. 15/2009 S. 724 BFH/NV 2009 S. 1181 Nr. 7 BFH/PR 2009 S. 287 Nr. 8 BStBl II 2009 S. 724 Nr. 17 DB 2009 S. 1387 Nr. 26 DStRE 2009 S. 776 Nr. 13 DStZ 2009 S. 499 Nr. 14 EStB 2009 S. 229 Nr. 7 FR 2009 S. 1065 Nr. 22 GStB 2009 S. 30 Nr. 8 HFR 2009 S. 768 Nr. 8 KÖSDI 2009 S. 16553 Nr. 7 NJW 2009 S. 2703 Nr. 36 NWB-Eilnachricht Nr. 26/2009 S. 1972 SJ 2009 S. 6 Nr. 14 StB 2009 S. 218 Nr. 7 StBW 2009 S. 4 Nr. 13 StC 2009 S. 8 Nr. 8 StuB-Bilanzreport Nr. 12/2009 S. 475 FAAAD-22760