Umsatzsteuerbefreiung für medizinisch indizierte fußpflegerische Leistungen durch Podologen
Leitsatz
1. Bei medizinisch indizierten fußpflegerischen Leistungen i.S. des § 3 PodG, die Podologen erbringen, handelt es sich um umsatzsteuerfreie Heilbehandlungen, während „selbstindizierte” Behandlungen keine Heilbehandlungen sind.
2. Als Nachweis des therapeutischen Zwecks von Leistungen können nicht nur ärztliche Verordnungen in Form eines Kassen- oder Privatrezepts dienen, sondern auch andere Unterlagen, die zum therapeutischen Zweck eine vergleichbare Aussagekraft wie ärztliche Verordnungen haben und von Personen stammen, die zur Feststellung des therapeutischen Zwecks befähigt sind.
3. Der Nachweis des therapeutischen Zwecks einer Leistung muss grundsätzlich für jede Leistung gesondert erbracht werden.
Diese Entscheidung steht in Bezug zu
Fundstelle(n): BB 2015 S. 405 Nr. 8 BFH/NV 2015 S. 451 Nr. 3 BFH/PR 2015 S. 133 Nr. 4 DB 2015 S. 7 Nr. 6 DStR 2015 S. 8 Nr. 6 DStRE 2015 S. 422 Nr. 7 DStZ 2015 S. 234 Nr. 7 HFR 2015 S. 278 Nr. 3 KÖSDI 2015 S. 19235 Nr. 3 NWB-Eilnachricht Nr. 7/2015 S. 394 StB 2015 S. 58 Nr. 3 StBW 2015 S. 244 Nr. 7 StBW 2015 S. 261 Nr. 7 StuB-Bilanzreport Nr. 8/2015 S. 320 UStB 2015 S. 60 Nr. 3 UVR 2015 S. 130 Nr. 5 RAAAE-83695