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BVerwG Urteil v. - 3 CN 5/23

Gesetze: § 1 CoronaVQuarV BY 3, § 4 Nr 1 CoronaVQuarV BY 3, Art 2 Abs 1 GG, Art 2 Abs 2 S 2 GG, Art 19 Abs 1 S 2 GG, Art 103 Abs 1 GG, Art 104 Abs 1 GG, Art 104 Abs 2 S 1 GG, § 2 Nr 7 IfSG vom , § 2 Nr 17 IfSG vom , § 4 Abs 3 IfSG vom , § 5 Abs 2 Nr 1 IfSG vom , § 28 Abs 1 S 1 IfSG vom , § 28 Abs 1 S 2 IfSG vom , § 28a Abs 1 Nr 11 IfSG vom , § 30 Abs 1 IfSG vom , § 30 Abs 2 IfSG vom , § 32 S 1 IfSG vom , § 36 Abs 6 S 1 IfSG vom , § 47 Abs 2 S 1 VwGO, § 86 Abs 1 VwGO, § 88 VwGO, § 108 Abs 2 VwGO, § 137 Abs 1 Nr 1 VwGO, § 144 Abs 4 VwGO

Bayerische Einreise-Quarantäneverordnung vom i. d. F. vom ; Absonderungspflicht

Leitsatz

1. Personen, die aus Gebieten außerhalb der Bundesrepublik Deutschland zurückkehrten, in denen ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 bestand, konnten nur auf der Grundlage von § 32 Satz 1 i. V. m. § 28 Abs. 1 Satz 1 und § 30 Abs. 1 Satz 2 IfSG durch Einreise-Quarantäneverordnungen verpflichtet werden, sich abzusondern und damit nur, wenn sie mindestens Ansteckungsverdächtige im Sinne von § 2 Nr. 7 IfSG waren.

2. Ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit einem Krankheitserreger kann einen Ansteckungsverdacht begründen.

3. Eine auf Grundlage von § 32 Satz 1 i. V. m. § 28 Abs. 1 Satz 1 und § 30 Abs. 1 Satz 2 IfSG verordnete Absonderung ist keine Freiheitsentziehung im Sinne des Art. 104 Abs. 2 Satz 1 GG.

Tatbestand

ECLI Nummer:
ECLI:DE:BVerwG:2025:190225U3CN5.23.0

Fundstelle(n):
RAAAJ-90328

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